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25.11.2015

Der Besuch des hl. Nikolaus

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Der plakative Hohoho-Weihnachtsmann, der sich auch Santa Claus nennt, hat vor einigen Jahrzehnten einen Siegeszug durch die Welt angetreten und wurde auf seinem Schlitten, den Rentiere mit roten Nasen durch die Lüfte ziehen, zum Superhelden der Advents- und Weihnachtszeit. Alte Helden und Bräuche gerieten landauf landab in Vergessenheit und ganz Europa liegt ihm heute zu Füssen. Ganz Europa? Nein! Eine kleines Land leistet Widerstand und pflegt emsig alte Advents- und Weihnachtsbräuche, hält seinen “Helden” die Treue.

6. Dezember

In den Häusern stehen die Adventskränze, die erste Kerze hat schon gebrannt, Advents- und Weihnachtslieder werden aufgefrischt. Am Vorabend haben die Krampusse mit ihrem wilden Lauf die bösen Geister gebannt, man fühlt sich wieder sicherer in dieser dunklen Zeit. So ist der Weg bereitet für einen alten, sehr gern gesehenen Gast.

Helfer in der Not

Sein kostbar besticktes, bodenlanges Gewand ist in hellen Farben gehalten, weiß und blau oder rot, gold darf natürlich nicht fehlen. Bischofsmütze und Bischofsstab verraten, dass es sich um den hl. Nikolaus handelt, der schon zu Lebzeiten so großmütig war, dass man seiner immer noch gedenken muss. Er hat sich als Helfer in verschiedensten Notlagen einen Namen gemacht, damals in Myra, wo er in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof tätig war, und wurde zum Schutzpatron der Kinder, Schüler und Schiffsleute. Zahlreiche Legenden ranken sich um seine Wohltaten und Wunder. So zieht er jedes Jahr durchs Land und beschenkt Kinder reich mit Orangen, Nüssen und getrockneten Früchten, in neuerer Zeit will er sie auch mit modernen Leckereien wie süßem Naschwerk beglücken.

Verdrängt und vergessen?

Es gab eine Zeit, da wurde er mit Santa Claus verwechselt, das war von dem Superhelden auch so gewollt, aber es gibt jetzt immer mehr, die sich seiner wahren Natur erinnern und sehr wohl die tiefe Güte in seinem Herzen erkennen. Sie wissen auch, dass der hl. Nikolaus nicht fliegt, sondern bedächtigen Schrittes seiner Wege zieht. Da gibt es keine Angst, dass er jemanden nicht erreichen oder gar vergessen könnte, hat doch jedes Dorf „seinen“ Nikolaus. Es braucht keinen fliegenden Superhelden, der alles alleine macht, denn im gemeinsamen Handeln liegen die Freude und das Leben, sagt uns der hl. Nikolaus.v Vielerorts wird des hl. Nikolaus in freudvollen Umzügen gedacht, wo er begleitet von Engeln und – gezähmten – Krampussen durch die Gassen zieht, um die Macht der Güte in Erinnerung zu rufen. Fragen Sie Ihren Privatvermieter und im Tourismusbüro nach den Nikolausumzügen in der Nähe. Nachstehend eine Liste, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: 4.12.2016
Prad am Stilfserjoch

5.12.2016
Sterzing, Brixner Altstadt, Klausen, Reschen, St. Valentin auf der Haide, Mals, Burgeis, Schleis, Laatsch, Tartsch, Schluderns, Glurns, Schlanders, Laas, Latsch, Goldrain, Tschars

6.12.2016
Feldthurns, Barbian, Schabs, Innichen, Vintl