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16.10.2015

Wie ein gelbes Band - Der Südtiroler Keschtnweg

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Schritt, Schritt, Schritt. Gehen, ohne Anstrengung zwar, aber konstant. Der eigene Atem hat sich an den Rhythmus der Schritte angepasst und Bewegungen, Landschaften, Farben verfließen ineinander, werden zum Gefühl. Auch der Weg scheint sich seine Strecke fließend zu bahnen. An alten Höfen vorbei, weiter in einsamere Gefilde, wo Wiesen und lichte Wälder den Blick freigeben auf die Bergwelt. Den Pfad säumen herbstlich gekleidete uralte Riesen: Kastanienbäume, viele Kastanienbäume. An manchen Stellen grenzen alte Holzzäune Weiden und Wiesen ab, bei denen handgeschnitzte und vom Wetter gegerbte Latten aufwendig mit Flechtwerk aus elastischen Zweigen verbunden werden. Tradition - wunderbar wanderbar.

Kastanien mit allen Sinnen

Der Kastanienweg, von Südtirolern und Südtirol-Kennern liebevoll ‚Keschtnweg‘ genannt, verbindet auf 60 Kilometern sanftem Auf und Ab die Sonnenhänge zwischen Bozen und Brixen. Überall entlang der Strecke bieten sich Einkehrmöglichkeiten, die Passanten mit warmen Stuben und dampfenden Knödeln locken. Den Wanderern bieten sich also gleich zweierlei verlockende Aussichten: jene auf bunt leuchtende Berge und jene aufs zünftige Törggelen am Abend.

248, 249, 250 … wer mag, der kann die Bäume zählen! Oder die Stachelhüllen der Edelkastanien, die von den bis zu tausend Jahre alten Riesen im ersten Herbstregen abgeschüttelt werden. In den Kastanienhainen sammeln Bauernfamilien die ‚Keschtn‘, die in den Buschenschänken geröstet und mit Siaßn, dem Traubenmost, serviert werden.

Weitwandern maßgeschneidert

Schlern, Rosengarten und Latemar, Plattkofel, Langkofel und Geißler - wer mag, der kann die Berge beim Namen rufen! Der ‚Kastanienweg‘ ist ein oberhalb des Eisacktals gelegener Höhenweg, der den Fokus auf Kilometer, statt auf Höhenmeter setzt. Ideal also für ausgedehnte Genusswanderungen mit beeindruckenden Panoramablicken auf die umliegenden Gipfel und Wipfel. Herbstliche Deko sammeln, Klarsicht genießen, Herbstsonne fühlen, ein Bein stetig vors andere gesetzt. Es bleibt dem Wanderer überlassen, ob er 4 oder 6 Etappen für die Bewältigung der Strecke wählt.

Natürlich hat der Keschtnweg das ganze Jahr über seinen Reiz. Aber seien wir ehrlich: wenn man über die gelben Igelchen steigt, wenn der Oktober nochmals kraftvoll golden erstrahlt oder sich im November der Nebel in den Baumwipfeln verfängt, dann ist die Vorfreude auf warme Stuben und traditionelle Herbergen umso größer. Wir haben die besten Unterkünfte für Sie im Eisacktal! Planen Sie hier Ihre Strecke und hier Ihre Unterkünfte im Eisacktal.