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22.10.2015

Glurns - Einmal Mittelalter und zurück

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Mitten im quirligen, urigen, vielseitigen Vinschgau gibt es einen Ort, an dem man sich direkt ins Mittelalter zurückversetzen lassen kann. Wo man an meterdicken Stadtmauern entlang schlendert, während Händler auf dem Marktplatz noch lautstark ihre Ware anpreisen und wo ein Nachtwächter dann zu später Stunde wieder für Ruhe und Ordnung sorgt. Die Stadt Glurns verzaubert jeden.

Hinter Mauern

Bereits von Weitem sticht die imposante Stadtmauer mit ihren runden Wehrtürmen ins Auge, welche das Städtchen vollkommen umzingelt. Wer sich näher heran wagt und durch eines der insgesamt 3 Tore tritt, bemerkt sogleich, dass hier etwas anders ist. Es heißt, man kann die Geschichte der Stadt in jedem Winkel und an jeder Ecke regelrecht spüren. Sogar die Glurnser selbst vergessen hier manchmal für einen kurzen Augenblick, dass wir eigentlich im 21. Jahrhundert leben, sagen sie.

An einigen Punkten der Stadtmauer hat man die Möglichkeit, diese über eine Treppe zu erklimmen und durch die alten "Schießscharten" nach draußen zu spähen oder aber verträumt über die Dächer der Stadt zu blicken. Da sticht der Turm der Pankratiuskirche mit seiner Zwiebelhaube sofort ins Auge, welche zwar außerhalb der Stadtmauer liegt, aber dessen Besichtigung sich auf jeden Fall lohnt. Nun geht es über den gepflasterten Weg und an alten Bürgerhäusern vorbei. Hier eröffnen sich dem Besucher plötzlich kleine Gässchen und Lauben, die es zu entdecken gilt.

Märkte, wie damals

Auch wenn Glurns mit ihren knapp 900 Einwohnern die kleinste Stadt Südtirols und auch eine der kleinsten Städte der Alpen ist, so macht sie dies mit ihrer langen Geschichte rasch wett. Immerhin wurde dem Städtchen bereits im 14. Jahrhundert das Marktrecht zugesprochen und es war im Mittelalter einer der wichtigsten Handelsplätze, da es optimal gelegen an die Schweiz angrenzt. Der größte und längste Markt war der Bartholomäusmarkt entlang der Laubengasse am 24. August, welcher ganze 10 Tage andauerte.

Noch heute werden die Märkte in der Laubengasse abgehalten. Eine ganz besondere Atmosphäre umgibt die Stadt während der 2 größten Märkte, dem genannten Bartholomäusmarkt, immer noch am 24. August, und dem "Sealamorkt" (http://www.suedtirol.com/vinschgau/glurns/allerseelenmarkt) am 2. November. Für so manchen Einheimischen sind dies Pflichttermine! Denn ‚Arbeiten kann man immer, diese Märkte gibt es nur einmal im Jahr‘, erklärt ein waschechter Glurnser. Aber auch zu anderen Festlichkeiten wie den "Pala-Bira-Tagen"  oder dem "Glurnser Advent" herrscht in den Gassen der Stadt reges Treiben.

Ort zum Ankommen und Ausgangspunkt

Für all jene, die sich auch sportlich betätigen wollen, führt die Via Claudia Augusta direkt an der Stadtmauer entlang. Ideal, um den Vinschgau per Rad zu entdecken! Wer die Stadt lieber mal von oben betrachten will, auf den wartet die Wanderung zum "Glurnser Köpfl", von wo aus man einen fantastischen Ausblick auf die Stadt und die nähere Umgebung genießen kann.

Man kann wahrlich verstehen, warum die Glurnser so stolz darauf sind "Stadtler" zu sein und sich innerhalb ihrer Stadtmauer rundum wohlfühlen. Auf kaum einen anderen Ort trifft das Sprichwort "klein, aber oho" so sehr zu wie auf das Städtchen Glurns. Ein wahres "Vinschger" Juwel.