Südtiroler Privatvermieter
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01.08.2015

Wenn Liebe auf fruchtbaren Boden fällt ...

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Da reckt eine Sonnenblume ihr Köpfchen neugierig über den Weidenzaun. Und im Schatten tummeln sich eine Gruppe Ringelblumen in leuchtendem Orange. Zwischen Salaten lugen Karotten aus der humusreichen Erde hervor und der Zucchini darf frei an der Steinmauer wuchern.

Die Frauen in geblümten Schürzen mit der Gießkanne in der Hand, die Männer in grünen Gartenstiefeln und mit Rechen. Herr und Frau Südtiroler dürfen sich freuen, denn im Juli trägt ihre Arbeit zum ersten Mal so richtig Früchte. Oder auch Gemüse.

Wenn Natur zur Passion wird

Die vielleicht größte Leidenschaft der Südtiroler, das ‚Gartln‘, zeigt sich in verschiedenen Formen. Ob als weite Permakulturanlage am Hof, als städtischer Schrebergarten, als Gemüsegarten vor dem Haus oder - seit Neuestem - in Form von Urban Gardening auf Dachterrassen und kreativen Balkonanlagen. Doch die traditionelle Version des Gartens überwiegt noch immer: der klassische Bauerngarten.

Auf den ersten Blick scheint dieser oftmals nicht mehr als ein bloßes Durcheinander von Blumen, Kräutern und Gemüse zu sein. Doch dies entpuppt sich bald als sympathische Charaktereigenschaft. Und beim zweiten Hinsehen offenbart sich daraus sogar ein klar durchdachtes Konzept, das teilweise auf sehr altem Wissen beruht. Blühende Pflanzen verleihen dieser Philosophie Ausdruck, denn die meisten von ihnen dienen nicht nur der Zier, sondern als natürliche Apotheke auch der Gesundheit. Oder sie verfeinern als Gewürzpflanzen die authentische Bauernküche.

Und was genau ist jetzt ein Bauerngarten?

Eine klare Definition davon und wo die Grenze gezogen wird, gibt es nicht. Doch jener Garten, der den Vorübergehenden kurz zum Innehalten und Schauen verleitet, und bei dessen Anblick man wieder an Kindheitstage denkt, der ist ganz gewiss einer der liebevoll gepflegten Bauerngärten. Nichtsdestotrotz hat ein solcher seine Besonderheiten. Als typisch gilt etwa der Kreuzweg, welcher den quadratisch angelegten Garten in vier Beete teilt. Diese Vierteilung der Gartenfläche bringt den Vorteil, dass man eine geregelte Fruchtfolge einhalten kann. Starkzehrer, Mittelzehrer, Schwachzehrer und standorttreue Kulturen können dadurch übersichtlich auseinander gehalten werden. Die Natur ist in und rund um den Garten zu finden. Klassischerweise wird dieser nämlich von einem Holzzaun umrahmt, manchmal auch von einer Steinmauer oder Hecke.

Selbermachen ist in!

Die Selbstversorgung ist das eigentliche und ursprüngliche Ziel eines Bauerngartens. Selbst gesät, gepflegt und geerntet weiß und schmeckt man genau, was da auf den Teller kommt. Früher waren die Bauernfamilien darauf angewiesen, heute ist es die Leidenschaft, die inspiriert. Eine Leidenschaft zum Guten, zum Selbstgemachten, zur Natur.

Ein solcher Bauerngarten gedeiht auch auf dem Kasererhof in Perdonig im Süden Südtirols. Mit Liebe kümmert sich Annemarie Pichler dort um ihre Passion. Neben Salaten und Gemüse laden auch Himbeersträucher und Obstbäume zum Naschen ein. Einige Rosenstöcke verleihen dem bunten Mix ein harmonisches Erscheinungsbild. 'In meiner Freizeit bin ich eigentlich immer im Garten. Es ist mein Hobby, vielleicht auch mehr als das. Es gibt keine bessere Entspannung für mich', schwärmt Annemarie von ihrer Leidenschaft. Wenn dann die Zeit gekommen ist, werden nicht nur Kräuter und Gemüse geerntet, sondern auch Stolz und Freude über die gelungene Arbeit. Mit Leidenschaft eben.

Machen Sie mal Urlaub bei Annemarie oder fragen Sie Ihren Lieblings-Privatvermieter nach seinem Bauerngarten! Das ergibt spannende Gespräche.