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09.02.2018

Grün hallt nach.

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Natürlich! In der Moar Lodge

Seit einigen Jahren verbringen mein Mann und ich im Februar ein paar Tage in Südtirol. Wir nennen das unseren „Akku-Auflade-Urlaub“: endlich Ruhe! Dieses Jahr sollte es mal kein Hotel sein, sondern die Moar Lodge in Burgstall, ganz nah an der königlich-kaiserlichen Kurstadt Meran. Skifahren, etwas Kultur und (ganz wichtig!) viel Natur – möglichst in jeder Hinsicht. Ein verträglicher und behutsamer, „grüner“ Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen ist für mich nämlich keine Trendfrage, sondern seit vielen Jahren Teil meines Lebens. Und zwar auch im Urlaub.

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Reset: Licht, Wärme, Stille

Manchmal, wenn ich einen neuen Ort betrete, aktiviert sich tief in mir eine Art Reset-Knopf. Stress und Anstrengung lösen sich innerhalb von wenigen Atemzügen in warmes Wohlgefühl auf, das Gedankenkarussell kommt zum Stillstand. Nach nur wenigen Schritten hinein in unser Ferienappartement weiß ich: Die Moar Lodge war ein Glücksgriff! Es duftet nach Holz. Weiß, helles Grau und warme Brauntöne sowie natürliche Materialien bestimmen das Interieur. Das Sonnenlicht, das durch die weiten Glasfronten in die Wohnung fällt, legt sich wie ein weich-goldener Mantel auf die Einrichtung – und auf den Geist. Es ist still hier. Auf der Terrasse erwartet uns großes Landschaftskino: Über das Etschtal hinweg wandert der Blick zu den Mischwäldern und zum Vigiljoch auf der gegenüberliegenden Talseite. Mein Mann zeigt mit vorfreudigem Strahlen auf die noch immer schneebedeckt unter dem pastellblauen Himmel funkelnden Berge – in Gedanken rauscht er bestimmt schon über die Pisten des nahen Skigebietes Meran2000.

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Frühling im Winter

Ich überlege noch, ob ich mir die Urlaubstage mit einem Besuch in der Meraner Therme versüßen soll oder ob die Temperaturen schon die ein oder andere Wanderung erlauben werden, als ich im Garten eine Entdeckung mache, die meine Frage prompt beantwortet und mir zugleich ein erstaunt-fröhliches „Oh!“ entlockt: In einer geschützten Ecke am Zaun wiegen die ersten Narzissen ihre sonnengelben Köpfchen im frischen Wind. Und wenn ich mein Gesicht in die zarte Februarsonne recke, rieche ich es jetzt auch ganz deutlich: Der Frühling liegt schon in der Luft. Grünes Licht für meine Wanderpläne, sozusagen! Und Susanne, die vor Energie sprühende Hausherrin, hat neben zahlreichen Kultur-Tipps in und um Meran natürlich auch einen Wandervorschlag – eigentlich sind’s beachtlich viele! – samt Wegbeschreibung parat.

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Lokaler Genuss mit Lustig-Effekt

Gleich am nächsten Tag will ich in die Meraner Natur aufbrechen. Aber erst nach einem ausgedehnten Frühstück! Die selbst gemachten Marmeladen, den Honig, der aus den Bienenstöcken in den Obstwiesen etwas oberhalb der Moar Lodge stammt und eine Tasse Südtiroler Kräutertee kann ich mir unmöglich entgehen lassen! Genauso wenig wie den Apfelsaft vom benachbarten Moar-Hof, den Susannes Vater und Bruder bewirtschaften. Nachhaltigkeit – auch in Form von lokalen Produkten – wird hier außerordentlich viel Bedeutung beigemessen. Und lustig macht sie auch noch: Die ebenfalls vom Moar-Hof stammende Flasche Rotwein, die wir im Appartement vorgefunden und am Ankunftsabend zunehmend kichernd geleert haben, hat uns – hicks! – vorzüglich geschmeckt …

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Unser „Winter-Frühling-Genuss-Urlaub“ ist (leider) geradezu verflogen. Länger gehalten hat sich aber das Gefühl tiefer Ruhe und Entspannung, das uns der Aufenthalt in der Moar Lodge geschenkt hat. Nicht zuletzt – eigentlich ja vor allem – dank Susannes Herzlichkeit und ihres durchdachten, nachhal(l)tigen Konzepts. „Grün“ hallt eben nach!