Endlich! Die 16. Ausgabe der
Ritterspiele findet statt und ENDLICH bin ich dabei! Lang genug hat es ja gedauert, bis ich in die Zeltstadt bei Schluderns, am Fuße der Churburg hingefunden habe.
Wohlfeil
Die einfachen Stände mit Lein-Wand und -Dach bezaubern durch den Reichtum der angebotenen Waren. Lange Kleider aus samtigen Stoffen, wallende Umhänge aus festem Loden, starke Lederrüstungen lassen mich immer wieder innehalten. Daneben die schweren, eisernen Schwerter, die schlanken, reich verzierten Dolche, die geschwungenen Bögen aus glattem Holz, zum Teil mit feinem Leder überzogen, die Pfeile mit bunten Federn … nichts entgeht meinem aufmerksamen Auge. Dazwischen drängen sich einfache Schmuckwaren und allerlei Schönes und Praktisches aus Ton, Glas, Holz, Wolle: Das Prinzip der Authentizität wird nicht nur auf der Internetseite proklamiert, sondern auch eingehalten.
Gaumenheil
Wer viel schaut, wer viel geht, wer viel kämpft wird hungrig und durstig, das ist bekannt. So werden Besucher und Darsteller nicht nur mit Gerichten und Getränken versorgt, die dem modernen Gaumen bekannter sind – hinter der Rittersohle versteckt sich ein Wiener Schnitzel, hinter der Fleischlanze ein Frankfurter Würstel – sondern es wird auch experimentiert, wie mit Kirschbier und Hanfbrot.
Brot und Spiele
So lief es zur Zeit der alten Römer, genauso im Mittelalter – und in der Neuzeit läuft es nicht viel anders. Recht derb werden Schwerter, Äxte und Langwaffen geschwungen, treffen krachend und klirrend, zuweilen auch kliebend und brechend auf die metallenen Rüstungen. 20 bis 45 kg Rüstung tragen die Kämpfer, da wird jeder Waffenschwung zu einer sportlichen Höchstleistung. Und wer umfällt, hat verloren
Wer es weniger kriegerisch mag, bekommt dennoch viel geboten, von Jongleuren, Feuerspeiern, Gauklern und allerlei musizierenden Gesellen. An jeder Ecke harrt Unterhaltung und Staunen.
Ihr Ritter von Schluderns ...
… ich komme wieder: nächstes Jahr mit Sack und Pack, um mit mittelalterlichem Gewand für drei Tage in diese neue alte Welt einzutauchen, im Zelt zu übernachten, über dem offenen Feuer zu kochen. Alles, um ein Wochenende lang das Diktat der Uhr zu vergessen und dem Trubel der Neuzeit zu entfliehen, wenngleich Erinnerungsfotos und Social Media-Posts nicht fehlen werden. ;)
Wer das Spektakel in seinen Urlaub einbauen mag, findet
hier eine Unterkunft, um auch die Churburg mit der größten Rüstkammer und Glurns, die kleinste Stadt mit komplett erhaltener Stadtmauer zu besichtigen.
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