… die laaange anhalten wird.
Mit einem Lächeln öffnet sie die Tür, die Maria. Der Kittel (dt. Schürze), den sie trägt, gehört zu ihr, wie ihre zahlreichen Stammgäste – so wie Maria einen empfängt und umsorgt, muss man auch gerne wiederkommen! „Um 6 Uhr früh seid ihr aufgestanden? Dann mach ich euch aber schnell einen Kaffee!“ Und es folgt dieses Lächeln. Sie macht das gerne, das merkt man.
Hier ist jeder die Nummer eins
Mit ihrem Mann hat Maria die Pension Erlenbach in
St. Martin in Passeier gebaut. Zusammen pflegen und führen sie sie heute noch. Neben mir ertönt ein „Miau“. Meine Tochter Norah, fast 2 Jahre alt, hat den Kater Maxi entdeckt. Hier will sie jetzt natürlich nicht mehr weg. Zum Glück ist man als Gast in der
Pension Erlenbach wirklich von Herzen willkommen – die Gastgeber nehmen sich ehrliche Zeit und man ist nicht nur eine Nummer. Maria kennt sich aus im Tal: Im Nachbardorf wurde Andreas Hofer geboren, kürzlich hat man nicht weit weg eine verschüttete Kapelle wiederentdeckt, heute findet am Abend ein Konzert statt. „Nein ich gehe nicht hin“, sagt sie, „da müssten schon die Original Südtiroler Spitzbuam spielen!“ Maria grinst. „Außerdem muss ich noch Brotbacken.“ Ja, es gibt jeden Tag
selbstgebackenes Brot zum Frühstück – Jackpot! Und auch einen hausgemachten „Psairer Zeltn“ – lassen Sie sich überraschen!
Echt steile Gemütlichkeit
Maria begleitet uns in den dritten Stock und vergewissert sich, dass es uns wirklich an nichts fehlt. In den geräumigen Zimmern und kleinen Appartements findet man alles, was man so braucht, inklusive einer kleinen Kochnische. Auf den Nachtischchen liebevoll drapiert, liegen ein Apfel und eine Schokowaffel für jeden von uns. Gemütlich kann man am Abend noch auf dem Balkon sitzen und die „Meraner Stadtler“ (dt.
Stadtbewohner Merans) beobachten. Eng umschlungen von den steilen Bergwänden lässt es sich hier nämlich herrlich der Passer lauschen.
Kein (Früh-)Stückchen Langeweile
Nächster Morgen, endlich Frühstück: frisch aufgeschäumte Milch, Wurst- und Käseauswahl, Joghurts, Müsli, Marmeladen, Topfen-Taschen, Honig und – natürlich – ein Ratscher (dt. kurzes Gespräch) mit Maria. Gerne nimmt sie mir meine Tochter ab, indes ich das Auto startklar mache. Es fängt leicht zu tröpfeln an, während wir uns wieder in ein Gespräch verzetteln. Leicht durchnässt trete ich schließlich die Heimreise an. „Pfiati, Maria, fein isch's gwesen!“ (dt. „Auf Wiedersehen Maria – schön war’s!“)
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